Aufzug und Fütterung von Welpen und Jungtiere
Die Nahrungsansprüche heranwachsender Welpen verändern sich im Lauf ihrer Entwicklung erheblich. Bis zu einem Alter von ca. 4 Wochen sollte der Welpe ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden. Der genaue Zeitpunkt der Beifütterung richtet sich nach der Milchmengenproduktion der Hündin und der Anzahl der Welpen. Wenn die Welpen vermehrt unruhig werden, ständige Sauglust zeigen und Interesse an der Nahrung des Muttertiers entwickeln, sollten Sie mit der Beifütterung beginnen. Um die Milchproduktion des Muttertiers anzuregen und Nährstoffmängel zu vermeiden, empfiehlt es sich, bereits während der Trächtigkeit mit der Verfütterung der Welpennahrung an die Hündin zu beginnen, denn der Energie- und Nährstoffbedarf, insbesondere an Calcium und Phosphor, steigt mit Beginn der Laktation (Milchproduktion) erheblich an.Der mit dem Verkauf eines Welpen verbundene Ortswechsel sollte auf gar keinen Fall mit einem gleichzeitigen Futterwechsel verbunden sein. Falls möglich, lassen Sie sich vom Vorbesitzer eine ausreichende Menge des zuvor verwendeten Futtermittels mitgeben. Erst wenn der psychische Stress infolge der Trennung von Mutter und Geschwistern durch die Bindung an den neuen Besitzer überwunden ist, sollten Sie mit langsamem Beimischen der neuen Welpennahrung das Futter umstellen!
Welche Welpennahrung ist nun die richtige?
Die ersten 6-8 Lebensmonate umfassen die Hauptwachs-tumsphase von Junghunden. Hinsichtlich des in dieser Zeit benötigten Energie- und Nährstoffbedarfs bestehen zwischen den einzelnen Rassen, aber auch zwischen den Individuen in Abhängigkeit von der Haltung, erhebliche Unterschiede.Ernährungsfehler sind maßgeblich an der Entstehung von Skeletterkrankungen (HD, Rachitis,...) bei Welpen großer Rassen beteiligt. Damit Knochen- und Gelenkerkrankungen erst gar nicht entstehen und um dem unerwünschten und gesundheitsschädlichen Schnellwachstum (Hyperwachstum) vorzubeugen, benötigen Welpen großer Rassen einen genau abgestimmten Gehalt an Energie und Eiweiß (Rohprotein deutlich weniger als 30 % Trockensubstanz), sowie einen ausgewogenen und moderaten Gehalt an Calcium und Phosphor.
Die Wachstumsgeschwindigkeit wird erheblich vom Rohproteingehalt beeinflusst, die Endgröße dagegen jedoch nicht, da sie überwiegend genetisch vorgegeben ist.
Zur Einschätzung der optimalen Futtermenge empfiehlt es sich, den Junghund regelmäßig zu wiegen und unter Anwendung unserer gewichtsspezifischen Welpentabelle (Seite 14) zu beurteilen. Am besten verwenden Sie dabei das Normalgewicht des gleichgeschlechtlichen Elternteils, notfalls den Rassestandard. Man sollte vorsichtshalber allerdings das Endgewicht lieber etwas niedriger ansetzen; denn ein leicht verzögertes Wachstum hat keine negativen Effekte auf die Tiergesundheit.
Bei Welpen kleiner und mittlerer Rassen ist die Überversorgung mit Calcium und Phosphor nicht problematisch, da deren Wachstum deutlich langsamer erfolgt und keine vergleichbaren Unterschiede im Körpergewicht bestehen.
Hier ist die Versorgung mit leicht verdaulichem, tierischem und pflanzlichem Eiweiß besonders wichtig.
Um eine gute Akzeptanz zu erreichen, sollte die Krokette sehr schmackhaft und dem Gebiss des Welpen angepasst sein.
Für die Gesundheit des Welpen ist die Kautätigkeit von großer Bedeutung. Daher ist es außerordentlich wichtig, ihn zum Kauen anzuhalten. Sollte die Fütterung einer schmackhaften gesunden Feuchtnahrung (Dose oder Selbstgekochtes) gewählt werden, ist es unbedingt ratsam, neben dieser Nahrung Trockenfutter zu verfüttern. Der durch den regelmäßigen Kauvorgang entstehende Druck bildet die Zahnfächer in der Kieferleiste fester aus und sorgt für einen kräftigen Unterkiefer.
Außerdem findet bereits während des Kauvorgangs über die Einspeichelung eine Vorverdauung im Maul statt.
Verfüttern Sie die entsprechende Welpennahrung bis zum 12. Lebensmonat. Danach wählen Sie je nach Energiebedarf und individuellem Anspruch des Tieres das entsprechende Folgefutter - wir empfehlen das Basic pack.
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Bei Verfütterung einer speziellen Welpennahrung sollten Sie grundsätzlich Ergänzungsfuttermittel wie Mineralstoff- oder Vitaminpräparate nur in Absprache mit Ihrem Ernährungsberater oder Tierarzt zusätzlich geben!
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Ein Welpe kommt ins Haus
Zwischen der 8. und 12. Lebenswoche ist es soweit: Der Welpe verlässt die gewohnte Umgebung und wird an seine neue „Familie“ abgegeben. Eine anstrengende Zeit für den Kleinen, schließlich muss er sich an allerhand neue Gerüche und fremde Geräusche gewöhnen.
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