„Warum nicht, ist doch nur Futter!?“
Das ist leider ein weitverbreiteter Gedanke, es ist jedoch nicht immer ganz so einfach.
Viele von euch können ein Lied davon singen…von den fütternden Nachbarn.
Was mit Sicherheit lieb gemeint ist, ist bei erkrankten Tieren oft wenig hilfreich.
Ich selbst habe derzeit dieses Problem. Meine Stella (Norwegischer Waldkatzen Mix) leidet an einer chronischen Gastritis, bekommt Medikamente und spezielles Futter. Einige Nachbarn haben sie gefüttert, weil sie so dünn geworden sei.
Diese Zufütterung hat jedoch zu erbrechen, schweren Magenkrämpfen, Durchfall und zu weiterem Gewichtsverlust geführt. Derzeit hat es sich wieder etwas beruhigt, da glücklicherweise einige Nachbarn nicht mehr füttern.

Warum mich, als Tierhalter, jedoch niemand gefragt hat, warum sie so dünn geworden ist, kann ich mir bis heute nicht erklären.
Auch bei Tieren mit Futtermittelunverträglichkeiten ist dieses Thema recht heikel. Ein falsches Leckerchen kann unter Umständen sehr starke Reaktionen hervorrufen, wie z.B. Durchfälle, Krämpfe oder Hautreaktionen. Unter Umständen können diese so stark ausfallen, dass nur noch der Tierarzt helfen kann.
Meine persönliche Bitte also:
Wenn ihr das Gefühl habt, Nachbars Hund oder Katze müsste zu gefüttert werden oder ihr möchtet gerne Leckerchen geben oder ähnliches, bitte fragt ZUERST den Tierhalter, ob das in Ordnung ist.
Ja, ich weiß gerade bei Katzen ist es schwierig, da ihre Reviere sehr groß sein können. Vielleicht kennt aber der Nachbar des Nachbarn die Katze und weiß, zu wem sie gehört.
Wie seht ihr das? Ist es ok Nachbars Mietze Milch oder Futter vor die Tür zu stellen oder Nachbars Bello einen Keks über den Zaun zu werfen?
Ich freue mich auf eure Meinung dazu. 🙂